Ausschreibung: Buchbinderleistungen - DE-Karlsruhe
Buchbinderdienste
Dokument Nr...: 849262-2017 (ID: 2017050805462601661)
Veröffentlicht: 08.05.2017
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  Buchbinderleistungen
Ausschreibung von Buchbinderleistungen
für die Bibliothek des Bundesgerichtshofs
Übersicht über die Vergabeunterlagen
Ausschreibung
1. Gegenstand und Ziel der Ausschreibung
2. Bewerbungsbedingungen und Erläuterungen
3. Leistungsbeschreibung
4. Ausschlusskriterien, Eignungskriterien und Mindestbedingungen
5. Wertungskriterien
6. Einzureichende Unterlagen
Anlagen zur Ausschreibung
 Anlage 1: Eigenerklärung zum Angebot
 Anlage 2: Formular zur Abgabe des Preisangebots
 Anlage 3: Ergänzende Bestimmungen zur Ausführung der Buchbinderleistungen für die Bibliothek des Bundesgerichtshofs
 Anlage 4: Vertragsmuster
1. Gegenstand und Ziel der Ausschreibung Es ist beabsichtigt, die in den vorliegenden Ausschreibungsunterlagen beschriebenen
Leist-ungen im Namen der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz,
dieser wiederum vertreten durch die Präsidentin des Bundesgerichtshofs (weiter: BGH) zu vergeben. Die Ausschreibung erfolgt in
der hier vorliegenden Form, um die Erstellung des Angebotes, die Kommunikation zwischen BGH und Bieter sowie die Auswertung des
Angebotes zu erleichtern und die Objektivität der Auswertung zu gewährleisten.
2. Bewerbungsbedingungen und Erläuterungen
2.1. Der BGH verfährt nach den Vorschriften des ersten Abschnitts der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen, Teil A
(VOL/A), ohne dass diese Vorschriften Vertragsbestandteil werden sollen. Das gesamte Verfahren wird in deutscher Sprache
durchgeführt.
2.2. Ausschreibende Stelle und Auftraggeber: Die Präsidentin des Bundesgerichtshofs Herrenstraße 45 a 76133 Karlsruhe
Telefax: 0721-159-1609 Ansprechpartner: Herr Lauer ( verwaltung@bgh.bund.de )
2.3. Alle Anfragen, die mit der Ausschreibung in Zusammenhang stehen, sind aus-schließlich schriftlich an den genannten
Ansprechpartner zu richten. Die Antwort wird unter Beachtung von 2.4. ausschließlich schriftlich erfolgen. Bieterfragen, die
später als 10 Tage vor Ablauf der Angebotsfrist eingehen, werden nicht mehr beantwortet.
2.4. Die Antworten auf Anfragen werden allen Bietern mitgeteilt, sofern die Auskünfte nicht für das Verfahren oder für die
anderen Bieter ohne Bedeutung sind.
2.5. Das Angebot sowie alle Anlagen sind in zwei Exemplaren schriftlich zu übermit-teln. Sie müssen bis zum
16. Juni 2017
beim Auftraggeber vorliegen (Abgabetermin). Es gilt der Eingangsvermerk der Poststelle des BGH.
Das Angebot ist ausschließlich an folgende Adresse zu senden:
Die Präsidentin des Bundesgerichtshofs
Herrenstraße 45 a 76133 Karlsruhe
Das Angebot kann mit der Post übermittelt werden oder persönlich abgegeben werden. Es ist zu unterschreiben und so zu
verpacken, dass auch nach dem Öffnen der Versandverpackung das Angebot in einem zweiten Umschlag bis zur formellen Öffnung
nach Ablauf der Ausschreibungsfrist verschlossen bleibt.
Dieser zweite Umschlag ist mit der Aufschrift Ungeöffnet an Sachgebiet ZA3 - Angebot Buchbinderleistungen zu versehen.
2.6. Angebote, die aus Gründen, die der Bieter zu vertreten hat, verspätet eingehen, werden nicht berücksichtigt.
Nachweislich aus anderen Gründen verspätet ein-gehende Angebote können hingegen berücksichtigt werden.
2.7. Die Gültigkeit des Angebotes (Bindefrist) hat sich mindestens bis zum
14. Juli 2017
zu erstrecken.
2.8. Nach Erteilung des Zuschlags werden allen Bietern, deren Angebot nicht berücksichtigt werden soll, gemäß  19 VOL/A
schriftlich die Gründe der Nichtberücksichtigung ihres Angebots, die Merkmale und Vorteile des erfolgreichen Angebots sowie
der Name des erfolgreichen Bieters mitgeteilt.
Mit Abgabe seines Angebotes erklärt sich der Bieter damit einverstanden, dass im Falle der erfolgten Zuschlagserteilung auf
sein Angebot unter den Voraussetzungen des  19 VOL/A sein Name und die Gründe für die Zuschlagserteilung bekannt gegeben
werden. Sofern Gründe geltend gemacht werden, die gegen eine Bekanntmachung sprechen, entscheidet die Vergabestelle nach
pflichtgemäßem Ermessen.
2.9. Eine etwaige Aufhebung der Ausschreibung wird den Bietern schriftlich unter Angabe der Gründe mitgeteilt.
2.10. Wünscht der Bieter die Rückgabe von Unterlagen, die das Angebot ergänzen, so hat er dies durch Hinweise im Angebot
geltend zu machen. Bitte beachten Sie, dass die eingereichten Unterlagen beschriftet werden, um sie einem Bieter ein-deutig
zuordnen zu können.
2.11. Die Ausschreibungsunterlagen sind durchzulesen und die Anlagen sorgfältig an den vorgesehenen Stellen auszufüllen und
zu unterschreiben.
Änderungen oder Ergänzungen an den Vergabeunterlagen dürfen nicht vorgenommen werden.
2.12. Berichtigungen und Änderungen zu abgelieferten Angeboten sowie die Rück-nahme eines Angebotes können bis zum Ablauf
der Abgabefrist vorgenommen werden. Sie müssen eindeutig sein und bis zu diesem Zeitpunkt bei der Posteingangsstelle des BGH
eingehen.
2.13. Die Ausschreibungsunterlagen dürfen nur zur Erstellung des Angebotes verwen-det werden; jede Veröffentlichung ohne
ausdrückliche schriftliche Genehmigung des BGH ist nicht statthaft.
2.14. Der Bieter hat - auch nach Beendigung dieser Ausschreibung - über die ihm bei seiner Tätigkeit bekannt gewordenen
dienstlichen Angelegenheiten des BGH Verschwiegenheit zu wahren. Er hat hierzu auch die mit der Ausschreibung be-fassten
Mitarbeiter zu verpflichten.
2.15. Im Falle eines Zuschlages werden die Anforderungen aus den Ausschreibungsunterlagen in Verbindung mit der
Leistungsbeschreibung im Angebot, sowie die Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Leistungen (VOL/B)
Vertragsbestandteil.
2.16. Für die Erstellung des Angebotes wird keine Vergütung gewährt.
2.17. Nebenangebote und Änderungsvorschläge sind nicht zugelassen
3. Leistungsbeschreibung
3.1 Zielsetzung
Zielsetzung der Ausschreibung ist die Vergabe von Aufträgen für Einbandarbeiten, buchbin-derische Reparaturen und
buchbinderische Sonderanfertigungen wie beispielsweise Mappen und Kästen für die Bibliothek des Bundesgerichtshofs.
3.2 Auftrag der Bibliothek
Die Bibliothek des Bundesgerichtshofs erwirbt für den Bundesgerichtshof und den General-bundesanwalt beim Bundesgerichtshof
Informationsmedien in gedruckter sowie elektroni-scher Form und stellt diese den Nutzern zur Verfügung. Sie hat dabei einen
Service zu bie-ten, der den umgehenden Zugang zu den von der Richterschaft und den Bundesanwälten angeforderten Informationen
sicherstellt. Als größte Gerichtsbibliothek Deutschlands verfügt sie über einen Bestand von 460.000 Medieneinheiten.
3.3 Mengengerüst
Im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre wurden jährlich 1.300 Exemplare gebunden und 160 Reparaturen ausgeführt. Gebunden
wurden Monografien, Zeitschriften und Lieferungs-werke. Bei Bindegut ohne Verlagsdecken waren in 95 Prozent aller Fälle
Rückenschilder anzubringen, Rückenprägungen nur bei 5 Prozent. Reparaturen und Sonderarbeiten in Form der Anfertigung von
Kästen oder Mappen wurden im Umfang von 235 Stunden erbracht. Auf Grundlage des Bindeaufkommens in den vergangenen Jahre kann
das künftig erwartete Auftragsvolumen für die einzelnen Bindearten wie folgt  siehe Tabelle auf der folgenden Seite
beziffert werden. Alle Angaben sind als prognostische Größenordnung zu verstehen und können von Jahr zu Jahr schwanken. Ein
bestimmtes Auftragsvolumen kann nicht garantiert werden.
Erläuterungen zur Tabelle auf der folgenden Seite:
Bd. = Band
Bde. = Bände
GGE = Ganzgewebe-Einband
HGE = Halbgewebe-Einband
VD = Verlagsdecke, die vom Auftraggeber bereitgestellt wird
Klebebindung
870 Bde.
Fadenheftung
434 Bde.
maschinelle Fadenhef-tung
387 Bde.
manuelle Fadenheftung
47 Bde.
ohne VD
620 Bde.
mit VD
250 Bde.
ohne VD
271 Bde.
mit VD
116 Bde.
ohne VD
34 Bde.
mit VD
13 Bde.
HGE
560 Bde.
GGE
60 Bde.
HGE
247 Bde.
GGE
24 Bde.
HGE
30 Bde.
GGE
4 Bde.
Buchhöhe bis 24 cm
Buchstärke bis 5 cm
133 Bde.
12 Bde.
47 Bde.
59 Bde.
6 Bde.
22 Bde.
7 Bde.
1 Bd.
3 Bde.
Buchhöhe bis 24 cm
Buchstärke bis 8 cm
92 Bde.
9 Bde.
23 Bde.
34 Bde.
4 Bde.
13 Bde.
4 Bde.
1 Bd.
4 Bde.
Buchhöhe bis 32 cm
Buchstärke bis 5 cm
222 Bde.
28 Bde.
53 Bde.
103 Bde.
9 Bde.
21 Bde.
12 Bde.
1 Bd.
3 Bde.
Buchhöhe bis 32 cm
Buchstärke bis 8 cm
113 Bde.
11 Bde.
127 Bde.
51 Bde.
5 Bde.
60 Bde.
7 Bde.
1 Bd.
3 Bde.
3.4 Qualitätsanforderungen
Die Buchbinderarbeiten sind nach DIN 33902, RAL-RG 495 und den Ergänzenden Bestim-mungen zur Ausführung der
Buchbinderleistungen für die Bibliothek des Bundesgerichts-hofs (Anlage 3) auszuführen. Bei Abweichungen der Ergänzenden
Bestimmungen zur Ausführung der Buchbinderleistungen für die Bibliothek des Bundesgerichtshofs von DIN 33902 und RAL-RG 495
haben die Ergänzenden Bestimmungen der Bibliothek Vorrang. Soweit deutsche Normen angegeben sind, gelten gleichwertige Normen
anderer Staaten entsprechend.
Entsprechend dem Auftrag der Bibliothek sind für die Ausschreibung außerdem folgende, über das normale Maß hinausgehende
Qualitäts- und Serviceanforderungen von besonderer Bedeutung:
Da die gebundenen Exemplare häufig kopiert werden und dennoch langfristig zu archivieren sind, müssen die Einbände auch
intensiver Benutzung standhalten.
Durch das besondere Bedürfnis der Bibliothek, die in den Druckwerken veröffentlichten Informationen der Richterschaft und den
Mitarbeitern des Generalbundesanwalts umgehend zur Verfügung stellen zu können, müssen die erteilten Aufträge so zeitnah
wie möglich aus-
geführt werden. Von besonderer Bedeutung sind dabei kurze Abhol- und Lieferfristen sowie eine zuverlässige telefonische
Erreichbarkeit. Da in Karlsruhe keine juristische Fakultät beheimatet ist und die Bestandsüberschneidungen mit der Bibliothek
des Bundesverfas-sungsgericht lediglich 16 Prozent betragen, kann die Bibliothek in dringlichen Fällen  bei-spielsweise bei
einer richterlichen Anforderung aus einer Beratungssitzung oder einer Ver-handlung heraus  regelmäßig nicht auf die Hilfe
anderer Karlsruher Bibliotheken zurück-greifen. Auf Anforderung der Bibliothek muss der Auftragnehmer deshalb aus bei ihm
befind-lichem Bindegut kurzfristig Kopien per E-Mail oder Fax an die Bibliothek senden oder Binde-gut vorübergehend an die
Bibliothek zurückgeben, soweit der Bindevorgang dies erlaubt.
3.5 Abholung und Ablieferung des Bindeguts; Zugriff auf dringend benötigte Inhalte
 Erfüllungsort der Abholung und Ablieferung des Auftragnehmers ist die Einbandstelle der Bibliothek des Bundesgerichtshofs
(Nordgebäude, Zimmer 250), Herrenstr. 45 a, 76133 Karlsruhe. Alle Abholungs- und Ablieferungstermine sind vorab telefonisch
mit der Ein-bandstelle der Bibliothek abzustimmen.
 Das Bindegut und die zu reparierenden Bände werden in gebündelter Form übergeben. Der Auftragnehmer hat für geeignete
Transportmöglichkeiten und -behältnisse zu sorgen.
 Abholung und Ablieferung des Bindeguts, der zu reparierenden Bände und der Sonderanfertigungen erfolgen auf eigene Kosten und
eigenes Risiko des Auftragnehmers.
 Bei der Abholung und Ablieferung muss grundsätzlich eine buchbinderisch ausgebildete Fachkraft des Auftragnehmers anwesend
sein, um fachliche Fragen zur Auftragsausfüh-rung abzustimmen.
 Die Abholung des Bindeguts und der zu reparierenden Bände erfolgt nach Abruf durch die Bibliothek des Bundesgerichtshofs. In
der Regel ist von einem Abruf pro Woche auszuge-hen. Die Frist für die Abholung nach Abruf ist vom Bieter im Rahmen einer
Eigenerklärung (siehe Anlage 1) anzubieten. Sie darf vier Arbeitstage1 nicht überschreiten.
 Die Lieferfrist pro Bindekontingent (durchschnittlich etwa 30 bis 35 Bände) für Lesesaal-Bestände und Bindegut mit
Verlagsdecke ist vom Bieter im Rahmen einer Eigenerklärung (siehe Anlage 1) anzubieten. Sie darf drei Wochen nicht
überschreiten.
1 Als Arbeitstage gelten Montag bis Freitag, soweit es sich nicht um gesetzliche Feiertage oder den 24.12. und 31.12. handelt.
 Die Lieferfrist für sonstiges Bindegut (keine Lesesaal-Bestände, Bindegut ohne Verlags-decke) pro Bindekontingent
(durchschnittlich etwa 30 bis 35 Bände) ist vom Bieter im Rahmen einer Eigenerklärung (siehe Anlage 1) anzubieten. Sie darf
vier Wochen nicht überschreiten. Sonderanfertigungen (Kästen, Mappen) sind grundsätzlich innerhalb von drei Wochen zu
liefern. In Ausnahmefällen kann eine kürzere Lieferzeit vereinbart werden. Die Lieferfristen für Reparaturen werden jeweils
gesondert vereinbart.
 In der Bibliothek dringend benötigte Dokumentteile (insb. Aufsätze und Buchkapitel) aus Bindegut, das sich beim
Auftragnehmer befindet, sind auf Abruf durch die Bibliothek per Fax oder E-Mail-Anhang an die Bibliothek zu übermitteln,
soweit der Bindevorgang dies erlaubt. In der Bibliothek als Ganzes dringend benötigtes Bindegut, das sich beim Auftrag-nehmer
befindet, ist auf Abruf durch die Bibliothek vorübergehend an diese zurückzuge-ben. Maßgeblicher Zeitraum ist insofern
montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr. Die Fristen für die Übermittlung und die vorübergehende Rückgabe sind vom Bieter im
Rahmen einer Eigenerklärung (siehe Anlage 1) anzubieten. Eine Übermittlung darf 6 Stunden nicht überschreiten. Eine
Rückgabe sollte vor Ablauf von drei Arbeitstagen erfolgen.
 Alle Fristen beginnen unmittelbar mit dem Abruf der Bibliothek und laufen in der Zeit von montags bis freitags von 8 bis 18
Uhr (Beispiel: Abruf durch die Bibliothek erfolgt am Dienstag um 16 Uhr, sechsstündige Frist, Fristablauf ist am Mittwoch um
12 Uhr).
4. Ausschlusskriterien, Eignungskriterien und Mindestbedingungen
4.1 Zwingende Ausschlusskriterien gem.	16 Abs. 3 VOL/A
Angebote werden ausgeschlossen, wenn sie an einem der in  16 Abs. 3 a) bis e) VOL/A genannten Formmängel leiden, wenn Bieter
in Bezug auf die Vergabe eine unzulässige, wettbewerbsbeschränkende Abrede getroffen haben oder wenn es sich um nicht
zugelassene Nebenangebote handelt.
4.2 Fakultative Ausschlusskriterien gem.  16 Abs. 4 i.V.m.  6 Abs. 5 VOL/A
Angebote können von der ausschreibenden Stelle ausgeschlossen werden, wenn
4.2.1 über das Vermögen des Bieters ein Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares gesetzliches Verfahren eröffnet oder die
Eröffnung beantragt oder dieser Antrag mangels Masse abgelehnt worden ist,
4.2.2 der Bieter sich in Liquidation befindet,
4.2.3 der Bieter eine schwere Verfehlung begangen hat, die seine Zuverlässigkeit als Bewerber in Frage stellt,
4.2.4 der Bieter seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie der Bei-träge zur gesetzlichen
Sozialversicherung nicht ordnungsgemäß erfüllt hat,
4.2.5 der Bieter im Vergabeverfahren unzutreffende Erklärungen in Bezug auf seine Eig-nung abgibt.
4.3 Mindestanforderungen an die Eignung der Bieter
Angebote werden wegen nicht nachgewiesener Eignung des Bieters ausgeschlossen, wenn
4.3.1 der Betrieb des Bieters während des Leistungszeitraums nicht mindestens über eine/n Buchbinder/in  anerkannter
Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO)  oder einen Mitarbeiter mit einer
vergleichbaren Ausbildung eines anderen Staates verfügt,
4.3.2 im Betrieb des Bieters nicht mindestens eine buchbinderisch ausgebildete Fachkraft montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr
telefonisch erreichbar ist,
4.3.3 nicht gewährleistet werden kann, dass bei Abholung und Ablieferung des Bindeguts grundsätzlich eine buchbinderisch
ausgebildete Fachkraft anwesend ist um Einzelheiten des Auftrags abzustimmen,
4.3.4 der Bieter nicht mindestens eine Referenz benennt oder eine umfangreiche Darstellung seines Betriebs vorlegt (siehe 6.2).
4.3.5 der Bieter nicht die Qualität seiner Leistungen durch Vorlage von zwei Musterbänden nachweist (siehe 6.3),
4.4 Mindestbedingungen für die Ausführungsfristen
Es müssen folgende Fristen mindestens eingehalten werden:
 4 Arbeitstage zur Abholung des Bindeguts
 3 Wochen zur Lieferung für Lesesaal-Bestände und Bindegut mit Verlagsdecke
 4 Wochen zur Lieferung für sonstiges Bindegut
 6 Stunden für Übermittlung von Dokumentteilen per Fax oder E-Mail-Anhang aus Bindegut, das sich beim Buchbinder befindet und
in der Bibliothek dringend benötigt wird
Sofern der Bieter die Einhaltung dieser Mindestbedingungen nicht garantiert, wird das Angebot ausgeschlossen, da es nicht in
die Phase der vergleichenden Wertung über-nommen werden kann.
Zu den vorstehenden Kriterien zu 4.2.1, 4.2.2, 4.2.4, 4.3.1 bis 4.3.3. und 4.4 hat der Bieter die als Anlage 1 beigefügte
Eigenerklärung abzugeben.
Beabsichtigt der Bieter, sich bei der Leistungserbringung der Unterstützung durch andere Unternehmen zu bedienen, so hat er
spätestens bis zum Ablauf der Angebotsfrist den oder die Unterauftragnehmer zu benennen, Art und Umfang der Leistungen
anzugeben, die übertragen werden sollen, und nachzuweisen, dass ihm die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen,
beispielsweise durch Verpflichtungserklärungen.
5. Wertungskriterien
Nur wenn sämtliche Ausschluss- und Eignungskriterien sowie die Mindestbedingungen für die Ausführungsfristen erfüllt
werden, erfolgt die Bewertung mit den folgenden Wertungs-kriterien.
Wertungskriterium Gewichtung
Abholfrist für Bindegut
15
Lieferfrist für Lesesaal-Bestände und Bindegut mit Verlagsdecke
25
Lieferfrist für sonstiges Bindegut
20
Frist für die Übermittlung von Dokumentteilen (insb. Aufsätzen und Buch-kapiteln) per Fax oder E-Mail-Anhang aus Bindegut,
das sich beim Buch-binder befindet und in der Bibliothek dringend benötigt wird
20
Frist für die vorübergehende Rückgabe von Bindegut, das sich beim Buchbinder befindet und als Ganzes in der Bibliothek
dringend be-nötigt wird
20 Summe 100
Zu den vorstehenden Fristen hat der Bieter in der als Anlage 1 beigefügte Eigenerklärung entsprechende Angaben zu machen.
Die Angaben zu den Wertungskriterien werden nach einem vorab festgelegten Bewertungs-schema mit Punkten bewertet, die wiederum
mit dem Gewichtungsfaktor multipliziert werden.
Den Zuschlag erhält der Bieter mit dem wirtschaftlichsten Preis-Leistungsverhältnis. Hierzu werden die vom Bieter benannten
unter Verwendung des Formblatt in Anlage 2 benannten Preise für die unterschiedlichen Leistungen mit den Schätzwerten gemäß
dem Mengengerüst (siehe oben 3.3) multipliziert. Die sich hieraus ergebenden geschätzten Jahreskosten werden mit der Summe
der gewichteten Wertungspunkte ins Verhältnis gesetzt.
6. Einzureichende Unterlagen
6.1 Übersicht über die Bestandteile des Angebots
Das Angebot besteht aus
 der unterschriebenen Eigenerklärung gemäß Anlage 1,
 sofern Unterauftragnehmer eingesetzt werden sollen, entsprechenden Nachweisen (siehe oben 4.)
 mindestens einer Referenz oder einer umfangreichen Darstellung des Betriebs (siehe unten 6.2) sowie
 zwei Musterbänden gemäß u.a. Spezifikation (siehe unten 6.3).
 dem rechtsverbindlich unterschriebenen Preisangebot gemäß Anlage 2 (siehe unten 6.4),
6.2 Referenzen
Als Referenz ist die Tätigkeit für eine Bibliothek ausreichend, wenn sie maximal drei Jahre zurückliegt und in ihrer Art und
ihrem Umfang mit dem ausgeschriebenen Auftrag vergleichbar ist. In der Referenz sind der Name des Auftraggebers, eine dort
tätige Ansprechperson sowie aktuelle Kontaktdaten der Ansprechperson (Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse) anzugeben.
Sofern keine Referenz vorgelegt werden kann, die diesen Vorgaben entspricht, kann die Eignung stattdessen durch andere
Referenzen oder durch eine umfassende Darstellung des Betriebs, der organisatorischen und personellen Rahmenbedingungen, der
Arbeitsabläufe und des angebotenen Dienstleistungsspektrums nachgewiesen werden, wenn sich daraus die fachliche und technische
Leistungsfähigkeit des Bieters mit hinreichender Sicherheit ergibt.
6.3 Musterbände
Dem Angebot sind zwei Musterbände gemäß folgender Spezifikation beizufügen:
 ein Musterband mit Ganzgewebe-Einband, Durabel 206, maschinelle Heftung, Format DIN A4, Buchstärke 6 cm, Text in
Goldprägung: BGH 2017 S. 1  234
 ein Musterband mit Halbgewebe-Einband, Durabel 213, Klebebindung, Format DIN A4, Buchstärke 6 cm, Text Rückenschild:
Bundesgerichtshof 2017 S. 567  890
Die Musterbände sind gemäß DIN 33902, RAL-RG 495 und den Ergänzenden Bestimmungen zur Ausführung der Buchbinderarbeiten
für die Bibliothek des Bundesgerichtshofs (Anlage) anzufertigen. Bei Abweichungen der Ergänzenden Bestimmungen zur
Ausführung der Buch-binderarbeiten für die Bibliothek des Bundesgerichtshofs von DIN 33902 und RAL-RG 495 haben die
Ergänzenden Bestimmungen der Bibliothek Vorrang. Soweit deutsche Normen angegeben sind gelten gleichwertige Normen anderer
Staaten entsprechend.
6.4 Preisangebot
In der beigefügten Tabelle (Anlage 2) sind Pauschalpreise pro Exemplar für die verschiede-nen Einbandkategorien anzugeben.
Die Pauschalpreise sollen sämtliche Kosten für alle anfallenden Leistungen und Entgelte der Leistungsbeschreibung beinhalten.
Kleinere Son-derarbeiten wie beispielsweise Verkleben loser Seiten oder Entfernen von Heftklammern sind im Pauschalpreis mit zu
veranschlagen. Bei Bindegut ohne Verlagsdecken ist die Anfer-tigung und Anbringung von Rückenschildern und Prägungen
ebenfalls in den Pauschalpreis einzuberechnen.
Sonderarbeiten größeren Umfangs, Reparaturen und sonstige Anfertigungen (Mappen, Kästen etc.) werden auf Stundenlohnbasis
abgerechnet, welcher ebenfalls anzugeben ist. Weitere Kosten werden vom Auftraggeber nicht übernommen. Die Preise sind ohne
Mehr-wertsteuer anzugeben.
Source: 4 http://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/editor/Bundesgerichtshof/2017/05/1935341.html
Data Acquisition via: p8000000
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             Database Operation & Alert Service (icc-hofmann) for:
       The Office for Official Publications of the European Communities
                The Federal Office of Foreign Trade Information
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