Ausschreibung: Lieferung und Inbetriebnahme einer Laminiereinrichtung - DE-Hannover
Werkzeugmaschinen
Dokument Nr...: 849127-2017 (ID: 2017050120303691196)
Veröffentlicht: 02.05.2017
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  Lieferung und Inbetriebnahme einer Laminiereinrichtung zur Herstellung von
Verbundmaterialien aus Kunststofffolie und Geweben als endlose Muster
mit max. 650mm Breite
Bekanntmachung für eine öffentliche Ausschreibung nach VOL/A
II-BV17/04 - Laminiereinrichtung
Auftraggeber
Hochschule Hannover
IfBB (Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe)
Heisterbergallee 12
30453 Hannover
Vergabeart
Öffentliche Ausschreibung nach VOL/A
Art und Umfang der Leistung
Lieferung und Inbetriebnahme einer Laminiereinrichtung zur Herstellung von Verbundmaterialien aus Kunststofffolie und Geweben
als endlose Muster mit max. 650mm Breite.
Die Gesamtleistung bildet ein Los
Nebenangebote sind nicht zugelassen
Angebots/Bindefrist:
Angebotsfrist: 19. Mai 2017; 12:00 Uhr
Zuschlags- /Bindefrist: 09. Juni 2017
Lieferung und Ausführungsfrist
Die Lieferung der Anlage muss bis 01. September 2017 erfolgen (35. Kalenderwoche).
Angabe der Zuschlagskriterien
Preis 100%
Bezeichnung und Anschrift der Stelle, die die Vergabeunterlagen abgibt
Die Vergabeunterlagen können schriftlich (auch per Mail) bis zum 08. Mai 2017,
 12:00 Uhr, angefordert werden bei:
Hochschule Hannover
IfBB (Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe)
Herr Michael Weinert
Heisterbergallee 12
30453 Hannover
E-Mail: michael.weinert@hs-hannover.de
Die angeforderten Vergabeunterlagen werden bis spätestens 10. Mai 2017 versandt.
Die mit dem Angebot oder Teilnahmeantrag vorzulegenden Unterlagen, die die Auftraggeber für die Beurteilung der Eignung des
Bewerbers oder Bieters verlangen:
Die erforderlichen Angaben / Nachweise können i. d. R. als Eigenerklärung (bzw. per Formblatt) abgegeben werden. Sofern
Unterauftrag-/Nachunternehmer in Anspruch genommen werden sollen, sind dem Angebot entsprechende Eigenerklärungen bzw.
Nachweise und Darstellungen dieser Unternehmen beizufügen. Bietergemeinschaften sind nicht zugelassen.
Folgende Nachweise zur Eignungsbeurteilung sind mit den Angebotsunterlagen einzureichen bzw. zu belegen:
 Darstellung des Unternehmens, seiner Organisationsstruktur und seiner Geschäftstätigkeiten
 Nachweis für Umfassende und langjährige Fachkenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Flachfolienweiterverarbeitung und
Laminierung
 Alle Kennwerte bzw. deren Abweichungen, die im Rahmen eines Angebots angegeben werden, sind entsprechend zu belegen
 Eigenerklärung des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen nach  6 (5) VOL/A (Formblatt Ausschlussgründe)
 Unterschriebenes Angebotsschreiben (Formblatt)
Sonstiges
Nicht berücksichtigte Angebote unterliegen  19 VOL/A
Für die ausgeschriebene Leistung stehen Haushaltsmittel in Höhe von maximal 203.000,00 netto zur Verfügung.
Leistungsbeschreibung: Spezifikation Laminiereinrichtung
Pos.1 Laminiereinrichtung
Die Laminiereinrichtung dient zur Verarbeitung von Kunststofffolien zu endlosfaserverstärkten Faserverbundkunststoffen (FVK)
durch die beidseitige Aufbringung von Gewebebahnen. Dabei sollen unterschiedliche Fertigungsparameter wiederholbar und präzise
regelbar sein. Daher müssen ggf. Toleranzbereiche so gering wie möglich gehalten werden.
Glättwerk
 Das Glättwerk ist als Dreiwalzenglättwerk auszuführen
 Die Breite des Glättwerks ist auf eine maximale Breite des Folien-/Gewebeverbunds von 650 mm auszulegen
 Zu verarbeitende Folienmaterialien sind diverse Kunststoffe (PE, PP, PLA, PA) in einem Durchsatzbereich von 15-50 kg/h
 Niedrige Schmelzeviskositäten (mindestens MFR = 30-100, möglichst bis 140) sind zu verarbeiten
 Die realisierbaren Foliendicken müssen den Bereich von 100-500 m abdecken. Dünnere Folien sind wünschenswert mit
tolerierbaren Qualitätseinbußen bezüglich Dickenverteilung/-gleichmäßigkeit von +/- 10 %. Hierfür ist eine elektrische
Walzenspaltverstellung in 1m-Schritten vorzusehen
 Die Walzengeschwindigkeiten sollen variabel einstellbar sein und eine Bahngeschwindigkeit von mind. 0,1 bis 10 m/min
ermöglichen
 Die Walzen des Glättwerks sind auszuführen
o in verstärkter, doppelwandiger Ausführung zur Aufnahme der Temperierflüssigkeit in innenliegenden Leitspiralen
o geschliffen auf mind. Rmax = 0,5 m
o hartverchromt mit mind. 120 m Auflage
o gehärtet auf mind. 56 +/- 2 HRC
o trägheitsoptimiert zur Sicherstellung von optimalen Rundlaufeigenschaften auch bei kleinen Drehzahlen
 Bedienseite der Anlage soll sich in Extrusionsrichtung links befinden
 Das Glättwerk ist mit einer elektrisch betriebenen Längs- und Höhenverstellung auszustatten, um die Laminiereinrichtung in
Bezug auf umliegende Aggregate positionieren zu können
Gewebezuführung
 Zwei separate Gewebeabwickler sollen die beidseitige (von oben und unten) Zuführung von Gewebe an die Folie ermöglichen
 Es sollen Geweberollen bis 450 mm Gesamtdurchmesser, bis zu einer Gewebebreite von 650 mm sowie einem Gesamtgewicht von mind.
50 kg verarbeitbar sein
 Die Abwickler sind mit regelbaren (auf das Substrat anpassbaren) Bremsen auszustatten
 Rechtzeitig vor Ende einer Geweberolle ist ein Warnsignal abzugeben, darüber hinaus ist das Ende einer Rolle ebenfalls zu
signalisieren
 Zur Vorwärmung der Gewebebahnen ist zwischen Abwicklung und Kontakt zur Folie je ein Infrarottunnel vorzusehen. Zur
Vermeidung von übermäßiger Substraterwärmung ist eine Stillstandserkennung vorzusehen, welche die Beheizung bei stehendem
Gewebeband unterbricht
Temperierung
 Die Temperiergenauigkeit der Walzen über die Walzenbreite soll max. +/- 1 C betragen
 Das System soll eine getrennte, stufenlose Temperierung aller drei Walzen unabhängig voneinander ermöglichen
 Als Kühlmedium soll Wasser bis zu einer Temperatur von 100 C eingesetzt werden, der Durchfluss des Kühlwassers soll für
jede Walze separat bezogen auf den individuellen Wärmebedarf der Walzen geregelt werden
 Optional: Lager und Dichtungen der Walzen sind direkt auf eine mögliche Umrüstung auf eine Öltemperierung vorzubereiten
Steuerung und Visualisierung
 Das Bedienelement der Laminiereinrichtung soll die Sollwert-Eingabe und Istwert-Ausgabe mind. folgender Parameter ermöglichen:
o Drehzahl der Walzen
o Temperatur der Walzen
o Walzenspalt
o Anzeige der insgesamt im Prozess verbrauchten Gesamtenergie zur Bilanzierung des Prozesses
o Betrieb (An/Aus) der Infrarottunnel inkl. Temperatur
 Optional: Eine Möglichkeit der externen Datensicherung aller relevanter Prozessdaten in einem mit Standardsoftware lesbaren
Format (z.B. .xlsx oder .txt) über eine USB-Schnittstelle o.ä. ist vorzusehen
Pos.2 Transport, innerbetrieblicher Transport, Aufstellung,
Montage und Inbetriebnahme
 Transport vom Hersteller zur Entladestelle (Heisterbergallee 12, 30453 Hannover)
 innerbetrieblicher Transport zum Aufstellort
 Aufstellen und Montage aller Komponenten beim Auftraggeber
 Der Auftraggeber erfüllt folgende Anforderungen bzw. stellt folgendes Hebezeuge zur Verfügung:
o Weg zum Abstellort der Anlage ist ebenerdig
o LKW kann mit Auflieger in die Halle (Tormaße BxH: 4000 mm x 8000 mm) fahren (weiße Reifen oder Auslegung von Matten zum
Schutz des Hallenbodens sind Voraussetzung)
o Die Anlage kann mit vorhandenem Hallenkran vom LKW abgeladen und zum Aufstellort transportiert werden
o Hallenkran hat eine max. Traglast von 6,3 t
 Inbetriebnahme der Anlage am Aufstellort durch den Hersteller
Pos.3 Betriebsanleitung (deutsch)
 gedruckt sowie CD
Pos.4 Individualschulung
 durchzuführen bis März 2018
 für mind. 3 Personen am Gerät vor Ort für mind. 2 Tage
Pos.5 Zahlungsmodalitäten:
 100% nach Fertigstellung im Werk
Pos.6 Lieferzeit:
 Spätestens bis 01. September 2017 (35. Kalenderwoche) gewünscht
Pos.7 Gewährleistung / Garantie
 2 Jahre nach Inbetriebnahme
Source: 4 http://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/editor/Hochschule-Hannover/2017/04/1930504.html
Data Acquisition via: p8000000
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